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25. November 2017

Knappe Niederlage beendet tolle Pokalrunde

HVR-Pokal Viertelfinale: SV Untermosel – TV Güls 30:33 (14:15) Spielverlauf

Derbyzeit war am vergangenen Samstag in der Koberner Halle angesagt, denn der SV Untermosel empfing im Viertelfinale des HVR-Pokals den Verbandsligisten TV Güls. Da die Sportfreunde Puderbach die Partie am 16.12. verlegen wollen, könnte es sogar das letzte SVU-Spiel im Jahr 2017 gewesen sein. Entsprechend wollte man mit Spaß in die Partie gehen, denn allein das Erreichen des Viertelfinales ist ein großer Erfolg, mit dem vor der Saison sicher niemand gerechnet hätte.

Für den Spaß sorgte allein schon die Kulisse, denn schätzungsweise 170 Zuschauer waren in die Halle gekommen. Und den Zuschauern boten die beiden Teams auf dem Platz eine spannende und ansehnliche Partie. Der SVU erwischte den besseren Start und konnte schnell mit 2:0 in Führung gehen, Güls brauchte über fünf Minuten bis zum ersten Treffer, doch konnte die Partie zum 2:2 ausgleichen. In der Folge waren es die Gäste die immer vorlegten, doch der SVU ließ sich nicht abschütteln. Durch drei Tore nach Gang lag Güls beim 6:9 nach knapp 15 Minuten erstmals mit drei Treffern in Front. Die Gastgeber nahmen jedoch einige Umstellungen vor, die sich bezahlt machen sollten. Die Hereinnahme des angeschlagenen Marco Görres stellte die Gülser Abwehr vor Probleme, sodass der SVU beim 13:12 nach 26 Minuten das Spiel gedreht hatte und wieder vorne lag. Leider konnte der Vorsprung nicht mit in die Pause genommen werden, beim Seitenwechsel führte Güls mit 14:15.

In Halbzeit zwei änderte sich nicht viel. Die Partie verlief weiter auf Augenhöhe, die Gäste waren jedoch bis zum 19:19 Ausgleich stets in Führung. Weiterhin legte der TVG vor, ehe nach 50 Minuten der SVU mit dem 28:27 seine erste Führung der zweiten Hälfte erzielen konnte. Leider sollte es die einzige Führung bleiben. Beim 28:30 waren die Gülser wieder in der besseren Ausgangslage, doch der SVU gab sich noch nicht geschlagen. Selbst beim 30:32 drei Minuten vor dem Ende der Partie hätte man das Spiel noch gewinnen können. Doch ausgerechnet in den letzten Minuten trat ein Problem auf, was man vorher in der Partie nicht hatte: Chancenverwertung. Zwei „Hundertprozentige“ entschärfte der Gülser Keeper, ehe die Gäste unmittelbar vor der Schlusssirene noch auf 30:33 erhöhten. Das über 60 Minuten enge Spiel wurde also am Ende verloren und sogar mit nur drei Treffern Differenz fiel das Ergebnis eigentlich noch zu hoch aus.

Einerseits schade, da Güls an diesem Tag schlagbar gewesen wäre. Die Abwehr des SVU stand häufig zu passiv und in der entscheidenden Phase hatte man nicht mehr das nötige Glück. Andererseits: bereits das Erreichen des Viertelfinales war ein riesiger Erfolg, der deutlich macht, auf welch gutem Weg sich die Truppe des SVU befindet! Im Achtelfinale wurde sogar der Tabellenführer der Rheinlandliga geschlagen und wenn man ehrlich ist, war auch beim Spiel gegen Güls kein Klassenunterschied erkennbar.

Wie eingangs erwähnt, war es möglicherweise das letzte Spiel dieses Jahres - auf jeden Fall war es das letzte Heimspiel. Im Januar sind dann hoffentlich die meisten Verletzungen wieder auskuriert, sodass der SVU in der Landesliga weiter angreifen kann. Wir bedanken uns nochmals ausdrücklich für die tolle Kulisse beim gestrigen Spiel und hoffen, dass es allen Zuschauern genau so viel Spaß gemacht wie den Spielern!

CS / ha

 

18. November 2017

Endstation Remagen – Erste Niederlage für SVU

Herren-Landesliga:
HSG Sinzig/Remagen/Ahrweiler – SV Untermosel 33:27 (16:14)
Spielverlauf

Nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen die HSG Westerwald folgte in dieser Woche bereits das nächste Topspiel, denn die HSG Sinzig/Remagen/Ahrweiler hatte sich an den Westerwäldern vorbei auf Platz zwei geschoben. Die HSG ist die offensivstärkste Mannschaft der Liga und erzielt im Schnitt die meisten Tore. Aufgrund des viel höheren Durchschnittsalters der Gastgeber wollte der SVU seinen Vorteil über das Tempospiel nutzen.

Die Partie startete ausgeglichen und blieb es auch für lange Zeit. Während der SVU das zuvor angepriesene Tempospiel vor allem in der Anfangsphase zu seinem Vorteil nutzen konnte, spielte die HSG geduldig aber clever unter freundlicher Mithilfe der Abwehr des SVU, denn diese Stand alles andere als optimal. Zwar hatte man das eigentlich starke Kreisläuferspiel der Gastgeber im Griff, dafür taten sich aber andere Lücken auf. Mangelndes Verschieben des Abwehrverbandes ermöglichten Remagen einige unbedrängte Treffer aus sechs Metern. Bis zum 7:7 (14.) war es der SVU der stets vorlegte, ab dann wechselte die Führung erstmals und bis zum 11:11 (21.) legte die HSG jeweils vor. Letztere nahmen dann eine Auszeit, die Wirkung zeigen sollte. Der SVU spielte druckloser, schloss nun auch schwächer und unvorbereitet ab und geriet in Rückstand, 14:11 und nach einem SVU-Timeout sogar 15:11 (26.). Doch man zeigte Moral und erkämpfte sich bis zur Pause noch das 16:14.

Da die HSG in Daniel Enke zwar nur einen, aber sehr konstanten Distanzschützen hatte, sollte die Abwehr des SVU in Halbzeit zwei etwas defensiver stehen und mehr als Block arbeiten. Dies vor allem, um nicht in Verlegenheit gegen die übrigen Gegenspieler zu kommen, die immer das Eins-gegen-Eins suchten. So kam der SVU schnell auf einen Treffer heran und spielte zudem in Überzahl, doch leider fing man sich nun ebenfalls eine Zeitstrafe ein. Das nutzen die Gastgeber, um in Fahrt zu kommen, denn vier Minuten später war aus dem 17:16 ein 21:16 (39.) geworden. Der SVU griff zur grünen Karte, erzielte vier Treffer in Folge und beim 21:20 (45.) war der Ausgang der Partie wieder vollkommen offen.

Die Zuschauer sahen in der Folge eine Partie auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen bei der HSG, denn die Abwehr des SVU erlaubte sich immer wieder individuelle Fehler. So konnte sich das Team vom Rhein über 27:23 und 28:26 einen 30:26 Vorsprung erarbeiten. Dass der SVU dann auch noch eine Zeitstrafe kassierte, war der Neckbreaker für das Team von der Untermosel. Der nächste Angriff konnte nicht im Tor untergebracht werden und als bei vier verbleibenden Minuten auf der Uhr das 31:26 fiel, glaubte auch auf Seiten der Gäste niemand mehr an die Wende. Das war dem Spiel jetzt auch anzumerken und so endete die Partie schließlich mit 33:27 für die HSG.

Ein verdienter Sieg für die HSG Sinzig/Remagen/Ahrweiler, die an diesem Tag das konstantere Team war. Beim SVU erlaubte man sich viele Fehler, seien es individuell schwache Abwehraktionen, schlechtes Verschieben, nicht gefangene Bälle oder unvorbereitete schwache Abschlüsse. Nur phasenweise zeigte man, was man kann. Anzumerken ist einmal mehr, dass die Partie extrem fair von beiden Mannschaften geführt und vom Unparteiischen Thomas Kneilmann sehr gut geleitet wurde.

Trotz Niederlage führt der SVU mit 12:2 Punkten weiter die Tabelle an. Zudem ist es eine Niederlage auswärts bei einem Favoriten um die Meisterschaft und damit zwei Punkte, die man vor der Saison auch nicht eingeplant hätte, wenngleich im Spiel mehr drin gewesen wäre. Vielleicht ist es eine Niederlage zur rechten Zeit, um wieder in die Köpfe zu bekommen, dass man Spiele auch verlieren kann.

Jetzt gilt es, die Niederlage schnell abzuhaken und sich auf das Derby gegen den TV Güls einzustellen. Der SVU-Zug muss nach dem Halt in Remagen wieder ins Rollen kommen! In das Pokalspiel am nächsten Samstag um 18:00 Uhr in Kobern geht man als Underdog. Umso wichtiger wird die Unterstützung von den Rängen für den SVU sein. Wir freuen uns auf eine große Anzahl an Zuschauern! Mehr Derby geht nicht!

CS / ha

 

12. November 2017

Herren gewinnen Spitzenspiel der Landesliga

Herren-Landesliga: SV Untermosel – HSG Westerwald 30:20 (14:10)
Spielverlauf

Nach dem unerwarteten Erfolg in der vergangenen Woche im HVR-Pokal gegen den SV Urmitz stand für die Jungs des SVU wieder Liga-Alltag auf dem Programm. Und dort traf man am vergangenen Sonntag auf die HSG Westerwald, derzeit Tabellenzweiter und noch ohne Niederlage in dieser Saison.

Auch die Kulisse in der Koberner Sporthalle war mit über 100 Zuschauern des Topspieles würdig – besonderer Dank geht an die Fußball-Abteilung für die Unterstützung und natürlich Gratulation zum wichtigen Auswärtssieg der Ersten!!

Die Partie startete zunächst ausgeglichen, doch die SVU-Defensive fand sehr schnell Sicherheit, was vor allem auch an einem überragenden Niklas Kroth im Tor lag, und kam immer besser ins Spiel. Unter anderem ein entschärfter Gegenstoß sorgte so dafür, dass der SVU gut fünf Minuten lang keinen Treffer kassierte und sich vom 2:2 erstmals auf 5:2 absetzen konnte, worauf der Trainer der Gäste mit einem Timeout reagierte. Der Vorsprung hatte noch einige Minuten bestand, doch in der Folge verschob die Abwehr des SVU nicht mehr schnell genug und es taten sich einige Lücken für die Gäste auf. So gelang es der HSG kurzzeitig bis auf ein Tor heranzukommen. Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Spieler von der Untermosel aber wieder das Kommando und bestimmten das Tempo der Partie. In Angriff und Abwehr wurde wieder mit deutlich mehr Konzentration gearbeitet, sodass beim Seitenwechsel ein 14:10 auf der Anzeigetafel zu sehen war.

Der weitere Spielverlauf der recht ansehnlichen Partie ist schnell erzählt: der SVU war die Defensiv stärkere Mannschaft, zunehmend gingen den Gästen die Ideen im Angriff aus. Zudem zeigte Niklas Kroth im SVU Tor auch in der zweiten Halbzeit eine sehr starke Leistung. Auch die vorgezogene Deckung der HSG gegen Christoph Apel brachte keinen Erfolg. So konnte sich der SVU kontinuierlich absetzen. Über 18:14 (40.) und 21:15 (45.) wurde der Vorsprung bis zur Vorentscheidung von 24:16 nach 53 Minuten ausgebaut. Nun wurde beim SVU sehr viel gewechselt. Die HSG hatte das Spiel mittlerweile aufgegeben und so konnte der SVU bis zum Schluss das Ergebnis sogar noch auf 30:20 erhöhen.

Grundlage für den Sieg war die Defensive: Gegen ein Team, dass im Schnitt pro Spiel bisher 32 Mal getroffen hatte, wurden nur 20 Gegentreffer kassiert. Im Angriff wurde geduldig auf die Lücke gewartet und in der zweiten Halbzeit aufgrund des Vorsprungs das Tempo etwas herausgenommen. Beste SVU-Torschützen waren Lars Langen und Nico Winkler mit jeweils sieben Treffern, gefolgt von Christoph Apel mit sechs Treffern.

Damit steht der SVU weiterhin ohne Verlustpunkt mit nunmehr 12:0 Punkten an der Tabellenspitze. Ohne Druck reist man nun am nächsten Samstag zum Spiel gegen den neuen Tabellenzweiten HSG Sinzig/Remagen/Ahrweiler. Anwurf in der Rheinhalle in Remagen ist um 19:30 Uhr.

Inzwischen ist auch das Pokalderby gegen den TV Güls terminiert: Am Samstag, 25. November um 18:00 Uhr in Kobern! Wir hoffen auf eine volle Halle und super Stimmung!

CS / ha

 

04. November 2017

SVU schlägt den nächsten Favoriten – Pokalviertelfinale ruft

HVR-Pokal: SV Untermosel – SV Urmitz 35:27 (21:12)

„Wir haben eigentlich keine Chance – und genau die wollen wir nutzen“ – mit diesen Worten schwor Trainer Christian Metz, aufgrund der knappen Personalsituation selbst im Trikot, das Team des SV Untermosel auf das Pokalspiel gegen den Tabellenführer der Rheinlandliga, SV Urmitz, ein.

Die Gäste starteten mit ihrer „zweiten Reihe“ in die Begegnung und ließen einige Stammspieler zunächst auf der Bank. Die ersten Minuten der schnellen und munteren Partie verliefen noch ausgeglichen, doch in der Folge fand die SVU Defensive wesentlich besser ins Spiel. Gutes verschieben sowie ein starker Martin Ritter im Tor, der 19 Paraden zu verzeichnen hatte, waren die Basis dafür, dass die Gastgeber ihren Vorsprung von 7:5 (10.) auf 14:7 nach 18 Minuten ausbauen konnten. Die Offensive des SVU spielte sehr durchdacht mit einer guten Mischung aus Tempospiel und Positionsangriffen. Die Urmitzer Abwehr offenbarte immer wieder große Lücken. Damit gelang es den Hausherren, sich bis zur Pause einen unerwartet deutlichen 21:12 Vorsprung zu erspielen.

Doch noch war eine Hälfte zu spielen. Urmitz aktivierte nun seine gefährlichen Außenspieler, den derzeit führenden Torschützen der Rheinlandliga Lars Pitzen sowie den starken Linkshänder Markus Häring. Allerdings spielten beide im Rückraum. Das bekam die SVU-Abwehr zunächst überhaupt nicht in den Griff, sechs Minuten benötigten die beiden für je drei Treffer. Dazu gesellten sich Probleme im Angriff mit der sehr nun offensiven Deckung der Gäste. So war der Vorsprung nach 36 Minuten auf 23:18 erschreckend schnell geschmolzen. Eine Auszeit mit den nötigen Absprachen brachte jetzt Besserung im Angriff, auch die Abwehr stabilisierte sich, unter anderem weil Urmitz nun nacheinander die einzigen beiden Zeitstrafen des gesamten Spiels hinnehmen musste. Beim 26:20 (42.) betrug der Vorsprung wieder sechs Treffer.

Leider folgten dann drei Gästetreffer, sodass das Spiel beim 26:23 (46.) wieder offen war und zu kippen drohte. Doch dem SVU war der Wille, das Spiel zu gewinnen jetzt anzusehen. Die Abwehr steigerte sich von Minute zu Minute. Bis zum Ende der Partie gelangen den Gästen nur noch vier Treffer, darunter ab der 51. Minute (30:26) für sieben Minuten kein einziger! Vorne stimmte die Bewegung und Konzentration, sodass das Spiel allerspätestens beim 33:26 entschieden war. Die Partie endete mit 35:27 – der SV Untermosel erreicht das Viertelfinale des HVR-Pokal!

Im Anschluss war die Stimmung in der Halle logischerweise gut. Die Zuschauer hatten ein ansehnliches Spiel erlebt, die Spieler hatten Spaß und der SVU hat verdient gewonnen. Auf der Grundlage der ersten Hälfte konnte der Vorsprung verwaltet werden, auch als der Vorsprung auf drei Treffer schmolz, bewies man Nervenstärke. Vor allem der Auftritt als Team war wichtig. Beste SVU-Schützen waren Mathias Eberz und Lars Langen mit jeweils acht Treffern. Die Partie unter der guten Leitung von Gerd Ring verlief extrem fair (nur zwei Zeitstrafen) und das wichtigste für beide Teams: keiner hat sich verletzt.

Die nächste Pokalrunde (Viertelfinale) müsste laut Rahmenspielplan am Wochenende 25./26.11. stattfinden – Gegner und genauer Termin stehen noch nicht fest, als klassenunterstes verbleibendes Team haben wir aber in jedem Fall Heimrecht!

Das nächste Spiel für den SVU wird das Topspiel Erster gegen Zweiter der Landesliga sein – SV Untermosel gegen HSG Westerwald. Anwurf der Partie am kommenden Sonntag (!!!), 12.11. ist um 18:00 Uhr. Wir freuen uns auf viel Unterstützung von den Zuschauerrängen!

CS / ha

 

28. Oktober 2017

Herren bringen zwei Punkte aus Wissen mit

Herren-Landesliga: SSV Wissen – SV Untermosel 21:29 (10:11)
Spielverlauf

Am Samstag reisten die Herren des SVU zum Auswärtsspiel nach Wissen. Wissen gilt als sehr heimstarke Mannschaft und konnte Zuhause bereits die HSG Römerwall II schlagen. Motiviert und eingestellt gingen sie in die Partie, was sich auch daran zeigte, dass bereits bei Eintreffen des SVU eine Stunde vor dem Spiel, die komplette Wissener Mannschaft auf dem Spielfeld stand und fleißig Spielzüge und Laufwege exerzierte.

Den Gastgebern gelang auch der erste Treffer am Abend, und bereits in der Anfangsphase deutete sich das große Problem des SVU an diesem Tag an: Chancenverwertung. Andererseits stand die Abwehr bis auf Einzelfälle recht solide, sodass es kein Team zustande brachte, sich abzusetzen. Jedes mögliche Unentschieden erschien in der ersten Hälfte auf der Anzeigetafel, ergo führte niemand mit mehr als einem Tor. Mit einem Treffer Vorsprung für den SVU ging es beim 10:11 in die Pause. Dort wurde das Problem nochmals verdeutlicht, es müssen einfach nur die Bälle ins Tor.

Nach dem Seitenwechsel konnte Wissen nochmals zum 11:11 ausgleichen, ehe sich der SVU auf 12:16 (38.) erstmals absetzen konnte. Wissen kam ein letztes Mal auf zwei Treffer heran (14:16, 40.), doch der SVU präsentierte sich nun als klar bessere Mannschaft. Da die Abwehr stets als Verband arbeitete und Wissen somit kaum bis zum Torraum durchkommen konnte, waren sie immer wieder zu Würfen über den Block gezwungen, welche Niklas Kroth im Tor sicher entschärfen konnte. Im Angriff fand man weiterhin viele Lücken in der offenen Wissener 3:2:1 Deckung. Der Unterschied zur ersten Hälfte lag lediglich in einer besseren Chancenverwertung, wenngleich die Betonung hier noch auf „besser“ liegen muss, denn optimal war es noch immer nicht. So konnte sich der SVU sukzessive zur Vorentscheidung von 18:26 (52.) bringen. Nun wurde nochmal viel gewechselt und das Spiel mit 21:29 souverän zu Ende gebracht.

Damit steht der SVU nun nach fünf Spielen als Aufsteiger ohne Verlustpunkte an der Tabellenspitze. Aber: die wichtigsten Spiele gegen die Favoriten der Landesliga stehen jetzt erst an. Am Sonntag (!) den 12.11. um 18:00 Uhr (das Spiel wurde auf Wunsch der HSG von Samstag auf Sonntag verlegt) empfängt man die HSG Westerwald (Tabellenzweiter mit 7:1 Punkten), eine Woche später tritt man am Samstag den 18.11. um 19:30 in Remagen bei der HSG Sinzig/Remagen/Ahrweiler an (Tabellendritter, 7:3 Punkte). In diesen Spielen muss der SVU beweisen, ob er die derzeitige Position verdient hat.

Zuvor steht jedoch noch ein weiterer Kracher an: Im Achtelfinale des Rheinlandpokals gastiert der SV Urmitz in Kobern! Urmitz steht derzeit ebenfalls ohne Verlustpunkte an der Tabellenspitze, allerdings zwei Klassen höher in der Rheinlandliga. Ein harter Brocken! Das Spiel findet zur gewohnten Zeit, am Samstag, 4.11. um 18:00 Uhr statt. Wir freuen uns auf volle Unterstützung in einer vollen Halle!

CS / ha

 

21. Oktober 2017

Comeback in Hälfte zwei führt zu einem glücklichen Sieg

Herren-Landesliga: TV Güls II – SV Untermosel 27:28 (16:11)
Spielverlauf

Am Samstag stand mit der Partie beim TV Güls II ein Auswärtsspiel an. Gegen diese Mannschaft absolvierte man bereits in der Saisonvorbereitung ein Testspiel, das nach desolater Leistung des SVU unentschieden endete. Entsprechend wollte man Wiedergutmachung betreiben.

Doch das ging gänzlich in die Hose, denn nach fünf Minuten führten die Hausherren mit 4:0. Dabei schienen die Gülser wesentlich fokussierter auf das Spiel und zeigten deutlich mehr Einsatz als der SVU. Nach einer Auszeit fiel zunächst noch das 5:0, ehe der SVU das erste Mal einnetzen konnte. Scheinbar war damit der SVU im Spiel angekommen, denn man konnte bis zum 7:4 nach zwölf Minuten verkürzen. Individuelle Fehler in der Abwehr und vermeidbare Zeitstrafen sorgten jedoch weiter für einen deutlichen Gülser Vorsprung. So lief man bis zur Pause dem anfänglichen Rückstand hinterher und ging beim 16:11 in die Kabine. Zudem hatte Marco Görres bereits zwei Zeitstrafen.

Das einzig Positive war eigentlich, dass erst eine Hälfte gespielt war. Trainer Christian Metz forderte für den zweiten Spielabschnitt, dass die Abwehr wesentlich mehr als Mannschaft agieren müsse, vorne sollten die Chancen klar ausgespielt und verwertet werden.

Diese Ansage zeigte scheinbar Wirkung, denn keine zehn Minuten später war die Partie beim 18:18 wieder ausgeglichen. Leider verletzte sich während dieser Aktion Lars Langen bei einem Zusammenprall, zum Glück konnte er einige Minuten später wieder eingesetzt werden. Ebenfalls schwerwiegend war die Zeitstrafe gegen Matthias Brod kurz darauf. Denn die Gülser nutzen ihre Überzahl, um die Führung wiederzuerlangen. Über 21:19 (42.) setzten sie sich einmal mehr ab, führten mit 25:21 (50.).

Der Drops schien gelutscht, doch der SVU kämpfte sich nochmal zurück. Nur drei Minuten später stand es 25:24 und die Gäste waren wieder in Schlagdistanz. Zudem standen sie nun zwei Minuten in Überzahl auf dem Feld. Trotzdem führte nach 56 Minuten der TV Güls mit 27:25. Ziemlich genau zwei Minuten vor dem Ende der Partie schaffte der SVU dann – erst zum zweiten Mal überhaupt an diesem Tag – den Ausgleichstreffer zum 27:27. Der Gülser Angriff endete mit der Entscheidung der Unparteiischen auf Strafwurf. Diesen konnte Niklas Kroth sicher entschärfen, wie bereits zuvor einige Bälle, vor allem von der Rechtsaußenposition des TVG. Nun war noch eine Minute zu spielen, es stand unentschieden und der SVU war im Ballbesitz. Sollte also doch noch alles gut werden?

Zunächst nahm man etwas Zeit von der Uhr, legte dann die grüne Karte um sich bei einer Auszeit noch einmal zu besprechen. Auf keinen Fall durfte man den Ball mehr verlieren. Das Spiel lief weiter, 15 Sekunden vor Schluss dann das Anspiel an den Kreisläufer Felix Naunheim, Ball gefangen, Wurf unter Bedrängnis. Der Ball verfehlte das Tor, doch die Schiedsrichter entschieden auf Siebenmeter-Strafwurf für den SVU. Während sich Christoph Apel, der zuvor alle Strafwürfe verwandelt hatte, den Ball schnappte, lief die Hallenuhr weiter und das Schlusssignal ertönte. Es stellte sich also nur noch die Frage, ob es ein Sieg oder ein Unentschieden werden würde. Güls wechselte noch einmal den Torwart, doch auch das half nichts. Großer Jubel auf Seiten des SVU, hängende Gesichter beim TVG. 27:28 zeigte die Anzeigetafel letztendlich.

Im Nachhinein betrachtet ist der Sieg glücklich und nicht wirklich verdient, denn die einzige Führung des SVU war nach Ablauf der Spielzeit! Die Gülser hätten für Ihren Einsatz sicherlich einen Punkt verdient gehabt. Dennoch zeigt das Spiel auch die Wichtigkeit der Siebenmeterquote: Während die Gastgeber nur 4/7 verwandeln konnten, traf beim SVU Christoph Apel 7/7 mal. So kam er auf insgesamt zehn Treffer und wurde vor Lars Langen mit acht Treffern bester Torschütze der Partie. Auch wenn man beim SVU über weite Strecken unter den Möglichkeiten blieb, muss man auch erwähnen, dass man bei sechs zu verzeichnenden Pfostentreffern etwas Pech hatte. Einmal mehr geht besonderer Dank an die medizinische Abteilung des SVU, die wieder einiges zu tun hatte und die recht zahlreich erschienen Anhänger des SVU-Teams!

Mit dem Sieg steht der SVU nun bei 8:0 Punkten an der Tabellenspitze, wobei die stärksten Gegner wohl noch vor uns liegen. Am kommenden Samstag steht die längste Auswärtsreise an, wobei der Begriff „Reise“ sicherlich passend ist: Um 18:00 Uhr ist Anwurf in der Halle in Wissen.

CS / ha

 

14. Oktober 2017

Kämpferische Leistung wird belohnt

Herren Landesliga: SV Untermosel - TV Bassenheim II 25:20 (11:8)
Spielverlauf

Am Samstag hatte das Team des SVU die Reserve der Rheinlandligamannschaft des TV Bassenheim zu Gast. Bereits in den vergangenen Jahren gab es gegen diese Truppe immer wieder sehr Intensive und harte Duelle, bei deren knappen Ergebnissen sich beide Teams nichts schenkten.

Die Schiedsrichteransetzung ließ schon erahnen, wie diese Partie laufen würde, denn der Unparteiische ist bekannt für seine sehr großzügige Linie. Bereits in den ersten Minuten der Partie bestätigte sich dieses Bild: zwei extrem hart verteidigende Abwehrreihen stellten ihre gegenüberstehenden Angriffe vor sehr große Probleme. So fiel der erste Treffer der Partie erst nach über fünf Minuten. In der Folge legte der SVU zunächst auf 3:1 vor, doch Bassenheim konnte ausgleichen und die Partie bis zum 6:6 offen halten. Im Anschluss konnte der SVU wieder vorlegen, sich mit drei Toren absetzen und diesen Vorsprung bis zum Halbzeitstand von 11:8 halten. Bis hierhin zeigten beide Teams gute Abwehrleistungen und gutes Rückzugsverhalten, für jedes Tor musste schwer gearbeitet werden.

Unmittelbar nach der Pause erlaubte sich die Defensive der Gastgeber eine kurze Schwächephase, die der TVB sofort nutzte, um auszugleichen. Beim 11:11 war der Vorsprung dahin. Beim 13:14 gingen die Gäste sogar erstmals in Führung. War das die Wende der Partie? Jetzt waren es die Bassenheimer, die jeweils vorlegten, der SVU glich aber immer wieder aus. Beim 17:16 nach 48 Minuten war der erneute Führungswechsel geschafft. Bassenheim glich einmal mehr aus, ehe der SVU mit drei Toren nach Gang endlich wieder ein kleines Polster erarbeitete. Der Coach der Gäste griff zur grünen Karte. Doch auch nach diesem Timeout blieb der SVU ruhig, führte fünf Minuten vor Spielende sogar mit 23:18. Es folgte die nächste Bassenheimer Auszeit. Doch die weiter sehr solide agierende Abwehr in Kombination mit langen Angriffen brachte letztendlich zwei Punkte ein.

So wurde die Partie letztendlich in der Defensive und über den Kampf verdient gewonnen. Vor allem die Einstellung und Nervenstärke der SVU-Spieler sind hierbei hervorzuheben. Dabei war das Tempospiel noch ausbaufähig. Neben einer sehr guten Torhüterleistung waren Lars Langen mit acht, sowie Marco Görres mit sechs Treffern Garanten für den Sieg.

Bereits am Samstag (21.10.17) steht die nächste Partie an. Zu ungewohnt früher Zeit – Anwurf ist um 16:00 Uhr – gastiert der SVU beim TV Güls II. Dort gibt es nach einem desolaten Unentschieden in der Saisonvorbereitung noch etwas gutzumachen!

CS / ha

 

03. Oktober 2017

SVU-Handballer erreichen Achtelfinale des Rheinlandpokals

HVR-Pokal Herren: SV Untermosel – HSG Saarburg/Konz 30:24 (15:11)

Zum Tag der Deutschen Einheit stand für die SVU Handballer das nächste Pokalspiel auf dem Programm, nachdem man vor einigen Wochen in der ersten Runde die HSG Westerwald besiegt hatte. Vom Papier her traf man mit dem Verbandsligisten HSG Saarburg/Konz auf einen stärkeren Gegner als zuvor.

Vor den Augen der zahlreich erschienenen Zuschauer ging zunächst der SVU in Führung, erlaubte sich dann jedoch einige Fehler im Angriffsspiel. So konnten die Gäste mit 3:5 in Führung gehen. Doch der SVU konnte ausgleichen und bis zum 7:7 gelang es keinem Team sich abzusetzen. In der Folge steigerte sich vor allem die Abwehr des SVU und ließ zehn Minuten lang keinen Gegentreffer zu. Während dieser Phase konnte sich das SVU-Team erstmals absetzen und mit 11:7 in Führung gehen. Obwohl man kurz vor dem Pausenpfiff leider noch zwei Zeitstrafen hinnehmen musste, gelang dennoch mit der Schlusssirene ein Treffer in doppelter Unterzahl und die Mannschaft des SVU ging mit einer 15:11 Führung in die Kabine.

Nach der Pause managte man die Unterzahl weiterhin souverän. Zwei Würfe der Gäste von den Außenpositionen konnte Schlussmann Martin Ritter entschärfen, vorne gelang sogar erneut ein Treffer. Weitere Zeitstrafen gegen den SVU ließen nun kurz etwas Hektik aufkommen und Saarburg auf 16:13 herankommen. Nachdem man wieder vollzählig war, kam aber auch schnell die Sicherheit zurück ins Spiel. Mit einer vorgezogenen Deckung gegen die Halblinke Position des SVU wollte die HSG das Spiel noch einmal drehen. Diese taktische Maßnahme des Gästetrainers reichte jedoch nicht, um die Spielmacher Marco Görres oder Christoph Apel komplett aus dem Spiel zu nehmen. Vielmehr taten sich dadurch im Abwehrzentrum der Gäste größere Lücken auf, die der SVU zu nutzen wusste.

Über 20:15, 23:16 und 26:22 konnte die Führung bei konstant vier oder mehr Toren gehalten werden. Mit dem 30:24 unmittelbar vor dem Ende setzte Christian Schmitt den Schlusspunkt der Partie und wurde mit seinem achten Treffer des Abends bester SVU-Torschütze vor Marco Görres mit sieben Treffern. Garant für den völlig verdienten Heimsieg war die Defensive, die bis auf ganz wenige Szenen sehr konzentriert und kompakt agierte. Hinzu kam, dass die SVU-Spieler mit der richtigen Einstellung an diese Aufgabe herangegangen waren und über die gesamte Spielzeit immer den Willen zeigten, dieses Spiel zu kontrollieren und zu gewinnen.

Im Ligaalltag geht es zum Ende der Ferien weiter. Mit dem TV Bassenheim II gastiert am 14. Oktober 2017 ein Team in Kobern, gegen das es in den letzten Jahren immer wieder sehr spannende und intensive Duelle gegeben hat. Anwurf der Partie ist um 18:00 Uhr in der Koberner Anton-Gräf-Halle! Wir bedanken uns bei allen Zuschauern für die super Unterstützung im Pokal und hoffen, euch bald wieder in der Halle begrüßen zu können.

CS / ha

 

24. September 2017

SVU fährt die ersten Auswärtspunkte ein

Herren Landesliga: SV Urmitz II – SV Untermosel 23:29 (9:11)
Spielverlauf

Am Sonntag stand das erste „SVU-Duell“ der jungen Landesligasaison an: SV Urmitz II gegen SV Untermosel. Im ersten Auswärtsspiel gastierte man bei einem Team, das in den vergangenen Jahren immer achtbare Ergebnisse erzielen konnte, jedoch am ersten Spieltag bereits überraschend deutlich in Puderbach verloren hatte.

Wenn man am ersten Spieltag eines gelernt hatte, dann dass in unserer Klasse jeder jeden schlagen kann, entsprechend motiviert startete man in die Partie. Nachdem Urmitz den ersten Treffer der Begegnung erzielen konnte, gaben die Gäste von der Mosel zunächst den Ton an und setzten sich auf 1:5 nach knapp 10 Minuten ab. Infolge einer Auszeit fanden nun auch die Hausherren besser ins Spiel, der Vorsprung hielt jedoch bis zum 5:9 in der 20. Minute. Jetzt erlaubte sich der SVU eine kleine Schwächephase im Angriffsspiel. Die Gastgeber nutzten dies und waren beim 8:9 wieder in Schlagdistanz, beim Stand von 9:11 ging es in die Kabine.

Hier fiel die Halbzeitansprache recht kurz aus, denn die Abwehr stand weitestgehend gut, mit einem sicheren Martin Ritter im Tor, der einige 100%ige entschärft hatte. Etwas mehr Tempospiel wurde vom Trainer gefordert und die Konzentration sollte hochgehalten werden.

Wie bereits in der ersten Hälfte gehörte der erste Treffer Urmitz, ehe der SVU in den folgenden zwei Minuten auf 10:14 erhöhte. Fortan wurde der Vorsprung aus einer sicheren Defensive heraus kontinuierlich bis zum 19:27 in der 49. Minute ausgebaut. Aufgrund dieses Polsters nahm man in der Folge zwar spürbar das Tempo aus dem Spiel, hatte aber stets die Spielkontrolle um schließlich den Sieg einzufahren. Einige der angeschlagenen Spieler, die während der Partie immer sehr gut von unserem „Medizinmann“ Daniel Meurer versorgt wurden, waren sicherlich froh, als die Schlusssirene ertönte und ein ungefährdeter 23:29 Auswärtssieg zu Buche stand.

Die zwei Punkte gehen verdient an die Mosel, da man das ganze Spiel über führte und man den Urmitzer Angriff gut im Griff hatte. Bester Torschütze auf Seiten des SVU wurde einmal mehr Nico Winkler, der elf Mal den Ball im gegnerischen Tor unterbringen konnte.

Nach zwei Siegen in zwei Spielen geht der SVU als Tabellenführer in die Herbstferien, denn das nächste Ligaspiel steht erst am Samstag, den 14.10.2017 um 18:00 Uhr gegen den bisher ebenfalls ungeschlagenen TV Bassenheim II an.

In der Zwischenzeit wird wieder im Pokal gespielt: am Dienstag, 3.10. (Tag der Deutschen Einheit) gastiert die HSG Saarburg/Konz (Verbandsliga West) in der Koberner Sporthalle. Anwurf der Partie ist um 17:00 Uhr.

CS / ha

 

16. September 2017

Durchwachsener aber erfolgreicher Auftakt in die Landesliga

Herren Landesliga: SV Untermosel – HSG Römerwall II 31:29 (13:14) Spielverlauf

Am Samstag startete die neue Handballsaison für die Herren des SVU in eigener Halle gegen die Reserve der HSG Römerwall. Der Gegner lief mit einer recht neu zusammengestellten Mannschaft auf, zu der auch einige A-Jugendliche gehörten. Das klare Ziel des SVU war also ein Heimsieg, um die saisonübergreifende Serie von Heimsiegen weiter auszubauen.

Schnell eroberte der SVU die Führung, lag beim 7:4 nach zehn Minuten erstmals mit drei Toren vorne. Doch Römerwall konnte bald wieder ausgleichen. Nun legte der SVU jeweils vor und die HSG zog nach, bis sie beim 11:12 nach 24 Minuten erstmals in Führung gehen konnte. Bis zur Pause änderte sich nicht mehr viel, die Gäste lagen beim Pausenpfiff mit 13:14 vorne.

Unzufriedene Gesichter beim SVU, denn man wusste, dass man bei weitem noch nicht das gezeigt hatte, was man eigentlich kann. Vor allem individuelle Fehler fast aller Spieler und viele Fehlwürfe zeichneten das Spiel aus, zudem arbeitete die Abwehr zwar immer wieder gut – jedoch jedoch nie konsequent bis zur Balleroberung.

Nach der Pause wechselte man beim SVU den Torhüter – und das sollte sich gleich mal bezahlt machen. Nachdem man zunächst das 13:15 sowie eine Zeitstrafe hinnehmen musste, war es Niklas Kroth mit überragenden Paraden und waghalsigen aber effektiven Pässen zum Gegenstoß, der maßgeblichen Anteil am Führungswechsel hatte. Beim 16:15 nahm der Trainer der HSG die Auszeit.

Diese zeigte jedoch nur kurze Wirkung, denn das 16:17 war die letzte Führung für Römerwall in der Partie und das 17:17 das letzte Unentschieden. Fortan führte der SVU bis zum Schluss. Als Nico Winkler, mit zehn Toren bester Torschütze, das 30:27 nach 56 Minuten erzielte und Niklas Kroth kurz darauf noch einen Gegenstoß der Gäste entschärfte, deutete dich der Heimsieg für den SVU an. Die Partie endete schließlich mit 31:29.

Man hat gemerkt: In der Landesliga gibt es keine geschenkten Punkte. Auch wenn es am Ende zum Glück gutgegangen ist und der Sieg trotzdem verdient war, kann man beim SVU nicht mit seiner Leistung zufrieden sein.

Bis zum Auswärtsspiel am Wahlsonntag um 17 Uhr beim SV Urmitz II muss man sich deutlich steigern – dass man mehr kann, zeigte man beispielsweise im Pokalspiel schon.

CS / ha

Sieg im ersten Pflichtspiel der neuen Saison

HVR-Pokal: SV Untermosel - HSG Westerwald 36:29 (18:18)

Nach vielen Testspielen in der Saisonvorbereitung wurde es am Sonntag für die Herren des SVU ernst. Mit der ersten Runde des HVR-Pokal stand das erste Pflichtspiel der neuen Saison an. Als Gegner empfing man die HSG Westerwald, die im letzten Jahr mit dem vierten Platz die Saison in der Landesliga beendete. Der SVU als Aufsteiger in die Landesliga war daher nicht in der Favoritenrolle – allerdings war man auch längst nicht chancenlos. Personell konnte der SVU auf Stefan Haouchet zurückgreifen, da im Rückraum Christoph Kimling und Christian Schmitt urlaubs- bzw. verletzungsbedingt fehlten, zudem Marco Görres und Christoph Apel angeschlagen in die Partie gingen.

Der SVU erwischte den besseren Start und ging mit 2:0 in Führung. Der Vorsprung konnte bis zur zehnten Minute bereits auf vier Tore aufgebaut werden. Die erste schwächere Phase des SVU begann nach einer knappen Viertelstunde. Vorne wurden nun einige Chancen liegen gelassen, weshalb die HSG ihren 9:5 Rückstand auf 9:8 verkürzen konnte. Doch die Gastgeber fingen sich schnell wieder: Ein sicher verwandelter Strafwurf von Christoph Apel sowie ein Doppelschlag von Jonas Rißmann bescherten eine 12:9 Führung. In der Folge konnten sich die Gäste aus dem Westerwald wieder steigern und den Rückenwind aus ihren Aktionen nutzen, um sicherer zu werden. Binnen fünf Minuten wendete sich das Spiel, worauf SVU-Trainer Christian Metz mit einer Auszeit reagieren musste – die Anzeigetafel zeigte mittlerweile 13:15 aus SVU-Sicht an.

Besonders in der wichtigen Phase kurz vor der Halbzeitpause zeigte sich dann, dass die Einstellung der Heimmannschaft stimmte. Tor für Tor kämpfte man sich zurück in die Partie, die bei gerechtem und ausgeglichenem Spielstand von 18:18 in die Halbzeitpause ging.

Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischten dieses Mal die Westerwälder. Doch nach drei Minuten zündete auch der SVU und drehte durch Treffer von Lars Langen und Felix Naunheim den Spielstand auf 21:20. Es folgte eine Schlüsselszene der Partie, denn Gästespieler Alexander Vidojevic – bis dahin mit Abstand bester Werfer seines Teams – verabschiedete sich nach einem Schubser nach einer Freiwurfentscheidung mit der roten Karte auf die Tribüne.

In der folgenden Überzahlsituation erspielten sich die SVU-Jungs dann zunächst einen zwei Tore Vorsprung (24:22), welcher auf 27:23 in der 45. Minute erhöht werden konnte. Im Anschluss daran wurde das Spiel hektischer, der SVU ließ einige Chancen aus. Unter anderem ein von Niklas Kroth gehaltener Gegenstoß sowie die weiterhin solide Abwehr sorgten dafür, dass der Vorsprung nie kleiner als zwei Treffer wurde (31:29). Die starke Schlussphase mit über sechs Minuten ohne Gegentor sorgte dann für einen Endstand, der über den lange Zeit ausgeglichenen Spielverlauf etwas hinwegtäuscht. Die Partie endete 36:29.

Die rund dreißig Zuschauer hatten ein munteres Handballspiel gesehen und bejubelten jetzt den verdienten Sieger. Während die SVU-Abwehr kompakt stand und die Gegner zu meist erfolglosen hohen Würfen zwang, konnte man den Spielern im Angriff die Spielfreude ansehen. Es wurde bei hohem Spieltempo gut kombiniert und so taten sich auf der rechten Seite die Lücken für Lars Langen auf, der mit 13 Treffern bester Schütze war; auf der linken Angriffsseite wurden vor allem die Außenspieler freigespielt. Die Trefferquote war zudem insgesamt sehr gut.

Damit qualifiziert sich der SVU für die zweite Runde des Rheinlandpokals. Laut Rahmenterminplan ist das Spiel für den 03. Oktober geplant.

Nach einem weiteren Testspiel in der kommenden Woche startet auch die Landesligasaison demnächst. Erster Gast in der Koberner Sporthalle wird am 16. September die HSG Römerwall II sein. Anwurf der Partie ist um 18:15 Uhr.

CS / ha

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