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Start SVU-Attacke Archiv Heft Nr. 08 - März 2001 Handballdamen 2. Mannschaft

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Heft Nr. 08 - März 2001

2. Handball-Damenmannschaft

Et kütt wie et kütt

Die HSG Untermosel/Güls hatte schon eine Saison hinter sich gebracht und mit dem "neuen alten" Trainer Peter Geis sollte die neue Saison für die 1. Damenmannschaft beginnen. Schon längere Zeit war aber auch schon im Gespräch, eine 2. Damenmannschaft aufzubauen.

Im März gab es eine Versammlung, bei der sich Interessierte melden konnten und nach diesem Abend gab es mehr als genug Spielerinnen für beide Mannschaften. Für die 2. Mannschaft entschieden sich die, die nicht mehr die Zeit und den Ehrgeiz hatten, um Bezirksliga zu spielen und die, die in der 1. Mannschaft vielleicht nie die Chance auf einen Stammplatz hätten, aber unheimlich gerne Handball spielten.

Das Training begann und das einzige Problem war jetzt nur noch, das die Damen-Zweite weder einen Betreuer, noch einen Trainer hatte. Nun, was tun? Wie immer in Kobern, wenn es irgendwo im Handball "brennt", spricht man Norbert Wolff an und der ließ sich nicht lange bitten. Wenn es seine Arbeit erlaubt, kam er zum Training, denn aus dem zusammengewürfelten "Haufen" sollte ja noch eine Mannschaft werden.

Problematisch war, dass wir viele Kreis- und Außenspielerinnen hatten, aber kaum "gelernte Rückraumleute." Doch man ist eben nie zu alt, um noch etwas neues zu lernen und auszuprobieren.

Im September dann fuhren wir zum 1. Spiel, zum jetzigen Tabellenersten Weißenthurm und hatten sage und schreibe 8 Frauen im Gepäck. Das Kurioseste dabei war auch noch, dass sich einige davon vorher nur mal flüchtig gesehen hatten, also noch nicht miteinander trainiert geschweige denn gespielt hatten. Ziemlich demotiviert sah man sich als schon auf dem absteigenden Ast.

Vor Spielbeginn stellten wir uns also noch schnell gegenseitig vor und einigten uns auf den Schlachtruf: "ET KÜTT WIE ET Kütt!" Und ungefähr so kam es dann auch. Norbert stellte die Mannschaft ein und die Taktik war denkbar einfach: Durchhalten, durchhalten, durchhalten. Es war ein unvergessliches Spiel. Am Ende siegte Weißenthurm mit 19:2, aber wir hatten Spaß, waren keineswegs gefrustet, denn wir wussten, dass nach dieser Feuerprobe alles nur noch besser werden konnte.

Vor allem deshalb, weil ein junger Mann entschlossen schien, das Beste aus uns herauszuholen und sagte, dass er uns von nun an trainieren wollte. Er stellte sich als Thorsten Müller vor und ich brauche nicht zu erwähnen, dass auch ihn die wenigsten von uns kannten. Noch heute bewundere ich, wie er nach dieser desolaten Vorstellung den Mut hafte, uns zu trainieren.

Doch siehe da, nach einigen guten Trainingseinheiten, in denen wir uns alle besser kennenlernten, war die Vorgabe für das nächste Spiel gegen Weibern, nicht mehr ganz so schlecht anzusehen. Ich zitiere T. Müller: "ich erwarte nicht, dass ihr heute gewinnt, um Wunder kümmern wir uns später, ich erwarte, dass ihr Euer Bestes gebt und mehr als 2 Tore werft".

Doch nachdem wir mit einer 4-3 Führung aus der Halbzeit gingen, erwartete er nun doch einen Sieg: Und es hat funktioniert. Tatsächlich gewannen wir dieses Spiel und wir waren überglücklich. (Thorsten war sicherlich auch unheimlich erleichtert und überrascht!). Natürlich war noch lange nicht alles perfekt, so hatten wir in den nachfolgenden Spielen noch einige böse Einbrüche. Spiele, in denen gar nichts funktionierte und alle den Eindruck hatten, dass es vielleicht doch besser wäre, mit dem Abenteuer 2. Damenmannschaft' aufzuhören. Jetzt, am Ende der Saison erfuhren wir jedoch eine Steigerung und stehen mit 8:10 Punkten auf dem 4. Tabellenplatz. Ich gebe zu, es gibt in dieser Klasse zwar nur 6 Mannschaften, aber obwohl zu Beginn alles danach aussah, sind wir nicht letzter geworden. Am Torverhältnis muss noch deutlich gearbeitet werden, denn das Angriffspiel lässt noch viele Wün he offen. Aber wir wollen ja auch noch was lernen von unserem Trainer/ Betreuergespann Müller-Wolff.

Bleibt noch zu sagen, dass das eigentliche Saisonziel im Lokalderby gegen Oberfell zu gewinnen zweimal geglückt ist. An dieser Stelle noch ein dickes Dankeschön an Thorsten und Norbert. Es war sicherlich nicht immer einfach, manchmal zum Verzweifeln und sogar peinlich. Aber ihr habt aus einem ,zusammengewürfelten Haufen" eine Mannschaft gemacht, die Spaß am Handball hat und in der noch einiges steckt. Ihr müsst es nur herausholen...

Für die nächste Saison haben wir uns vorgenommen, uns gut vorzubereiten, für die Kondition etwas zu tun, unseren Trainer in seiner Arbeit zu unterstützen und den Spaß zu behalten. Denn"ET KÜTT WIE ET KÜTT"

Oben v. 1. n. r.: Anette Anheier, Claudia Nitter, Astrid Hekkers, Thorsten Müller Unten: Simone Hilger, Nicole Endris, Michaele Deisen, Gaby Dötsch, Irmgard Schröder. Es fehlen leider: Andrea Dittert, Klaudia Kaiser, Brigitte Lellmann, Tanja Maur, Sylvia Wendt und Norbert Wolff.

An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön an Alexandra Dötsch, die uns zweimal unterstützt hat, und an Johann Schraz (2) die Firma Schmahl (1), Firma Karl Ditandy (2) und Horst Vogel (1) die unseren Mannschaften Trainingsbälle gespendet haben.