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Start SVU-Attacke Archiv Heft Nr. 15 - Dezember 2006 Vor 20 Jahren: TuS - SVU 1:2

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Heft Nr. 15 - Dezember 2006

Der SV Untermosel siegt auf dem Oberwerth

Dass das Spieljahr 1985/86 für die 1. Mannschaft in der Verbandsliga ein Kampf um den Verbleib in dieser Klasse werden würde, war jedem Fußballkenner bewusst.

Nach anfänglichen Erfolgen belegte man nach sieben Spielen einen 7. Tabellenplatz. Bedingt durch großes Verletzungspech und berufliche Unabkömmlichkeit fand man sich bei Beginn der Rückrunde abgeschlagen am Tabellenende wieder.

Eine Niederlagenserie vom 11. bis zum 18. Spieltag war die Folge.
Wer nun dachte, die Mannschaft habe sich aufgegeben, wurde schnell eines Besseren belehrt. Die Winterpause wurde vom Trainer Peter Durst und der Mannschaft gut genutzt. Durch hervorragende Leistungen, vor allem auf heimischen Gelände, fand man den Anschluss an die anderen Mannschaften wieder.
So konnte immerhin noch der drittletzte Tabellenplatz erreicht werden. Für den rettenden 14. Platz in der Verbandsliga Rheinland langte es allerdings nicht mehr.

svu-verbandsligaStehend von links: Matthias Reif, Norbert Simonis, Walter Haag, Richard Sevenich, Christoph Jung, Heinrich Naunheim, Otmar Maur, Gerd Kalter, Trainer Peter Durst. Hockend von links: Erich Jax, Peter Haag, Werner Merkenich, Johannes Liesenfeld, Rainer Maur, Peter Naunheim, Thilo Stoye; im weiteren Kader standen: Rainer Neuert, Franz Meurer, Rudi Naunheim, Michael Pillig, Mike Karsten, Karl-Heinz-Ostkamp sowie die Betreuer Werner Wolff und Lubens Martin.

Unvergessen bleibt der 2:1-Erfolg des SVU auf dem Oberwerth gegen TuS Koblenz. Nachstehend der Spielbericht aus der Rhein-Zeitung vom 21.4.1986:

TuS Koblenz: Lokalderbys - nein danke!

SV Untermosel gewann auf dem Oberwerth mit 2:1 und schöpft neue Hoffnungen auf den Klassenverbleib -ba- KOBLENZ. Eine herbe Enttäuschung bereitete die TuS Koblenz Ihren Fans.
Auch Im dritten Lokalderby zu Hause gab es im Meisterschaftsspiel der Fußball-Verbandsliga Rheinland gegen den SV Untermosel mit 1:2 eine Niederlage.
Ausgelassene Stimmung berrschte dagegen nach dem Spiel in der Kabine des SVU. Nach dem unerwarteten Zwei-Punkte-Gewinn kann man wieder auf den Klassenverbleib hoffen.
Dabei hatte man sich bei der TuS so viel vorgenommen.
Trainer Breuling vor dem Spiel: „Wir dürfen nicht auf die Niederlagen der Verfolger hoffen.
Noch haben wir die Trümpfe selbst in der Hand. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, werden wir Meister."

Daß die Gäste hierbei nicht freiwillig mitspielen würden, zeigte sich schon von Beginn an.
Zwar hatte die TuS die erste Chance, als Klasen in der 2. Minute nach einer Flanke von Schmitt nur die Latte traf, doch konnte dies die Moselaner nicht beeindrucken.
Zur Freude der 500 Zuschauer spielte die Mannschaft offensiv mit, so daß es bereits in den ersten Minuten zu einem offenen Schlagabtausch kam.
Torszenen an und in beiden Strafräumen wechselten sich ab.
Zunächst traf Reif für den SVU nur die Latte des Koblenzer Tores. Danach rettete dann Maur im Gästetor gegen Rüber.
Beide Torhüter konnten sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen, da auch Süßmeyer im TuS-Tor wiederholt geprüft wurde.
Von der TuS kam an diesem Tag vor allem aus dem Mittelfeld zu wenig. Zwar war Scherhag nach seiner Verletzung erstmals wieder von Anfang an dabei, doch merkte man ihm an, daß er noch nicht ganz fit ist.
Seine Mitspieler liefen sich zu häufig an den Gegenspielern fest oder verschenkten die Bälle durch schlechtes Abspiel.

Die Gäste bedankten sich und trugen nach diesen Fehlern über Simonis, Haag und Reif immer wieder schnelle Angriffe nach vorne.
Im Strafraum machte man sich jedoch durch die eigene Unentschlossenheit in der Chancenauswertung selbst das Leben schwer.
Pech für den SVU in der 21. Minute: Nach einem Zusammenprall mit einem Koblenzer Spieler mußte Simonis ins Krankenhaus gefahren werden.
Die Diagnose lautete: schwere Prellung.
Die letzte Chance in der ersten Hälfte hatte dann die TuS, doch Scherhag scheiterte freistehend an Maur.

Turbulent ging es in der zweiten Halbzeit zu. Nachdem Schrauth nach einem Foul eine Zehn-Minuten-Zeitstrafe erhalten hatte, kam der SVU gegen die dezimierten Koblenzer zu großen Chancen.
Zunächst zeigte sich Süßmeyer auf dem Posten. Aufregung in der 58. Minute: Der Ball landete nach einer Ecke im Gästetor, als zwei eigene Abwehrspieler Torwart Maur behinderten.
Unverständlich für die Koblenzer erkannte der umsichtig leitende Schiedsrichter Barthel den Treffer wegen Foulspiels nicht an.
Bereits eine Minute später die Führung für den SVU. Oster rutschte im Strafraum aus, fiel auf den Ball und berührte diesen dabei mit der Hand.
Den Strafstoß verwandelte Jung sicher. Gleich nach dem Anstoß hätte bereits der Ausgleich fallen können, doch Oster traf nur die Latte.
Die Gäste zogen sich nun etwas zurück, und die TuS hatte etwas mehr vom Spiel.

Gefährlich blieben jedoch die Konter. Einer brachte durch Reif das verdiente 2:0.
Bezeichnend für den TuS-Sturm, der ebenfalls einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, daß das 1:2-Anschlußtor durch ein Eigentor fiel, als zwei Verteidiger Maur nach einer Flanke von Oster behinderten.
Vor allem TuS-Mittelstürmer Klasen, der in den letzten Minuten noch drei klare Chancen zum Ausgleich hatte, enttäuschte stark.
Der Spitzenreiter sollte sich in den nächsten Spielen, auch wenn es einmal schlecht läuft, vor allem wieder auf seine kämpferischen Qualitäten besinnen.

Gelegenheit hierzu hat er schon am Mittwoch um 19 Uhr auf dem Oberwerth beim Nachholspiel gegen den SV Maischeid.
TuS Koblenz: Süßmeyer, Seitz, Verhagen, Schmitt, Hoffend (51. Oster), Jähn, Rüber, Scherhag (79. Senf), Klasen, Hinkel, Schrauth.
SV Untermosel: Rainer Maur, Gerd Kalter, Heinrich Naunheim, Rudi Naunheim, Otmar Maur, Erich Jax, Mike Karsten (81. Werner Merkenich), Christoph Jung, Peter Haag, Matthias Reif, Norbert Simonis (21. Thilo Stoye).

Zuschauer: 500. Schiedsrichter: Barthel (Höhr-Grenzhausen). Torfolge: 0:1 Jung (60., Handelfmeter), 0:2 Reif (84.),1:2 Eigentor (85.).

Trainer Peter Durst (SV Untermosel): „Wir sind nicht nach Koblenz gekommen, um zu mauern, sondern um offensiv mitzuspielen. Dies ist uns gelungen, und ich glaube, der Sieg geht in Ordnung, da wir die klareren Chancen hatten. Beeindruckt hat mich vor allem die kämpferische Einstellung der Mannschaft. Nach dieser Leistung kann ich nicht an einen Abstieg glauben.”

TuS-Trainer Günter Breuling, dem man seine Erregung anmerkte: „Der Sieg des SVU geht aufgrund der Chancen in Ordnung. Was heute einige meiner Spieler geboten haben, läßt mehr als zu wünschen übrig. Durch solch eine Einstellung kann man die Arbeit einer ganzen Saison zerstören!”

spielszene svu - tus

 

Lufthoheit nur in diesem Fall für die TuS Koblenz.
Im spannungsgeladenen Duell besiegte der SVU den Titelaspiranten TuS Koblenz mit 2:1.

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