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Start SVU-Attacke Archiv Heft Nr. 11 - August 2002 Vor 20 Jahren 1982/83

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Heft Nr. 11 - August 2002

1982/83 - Eine Saison mit vielen Höhepunkten

Ein wiederholter Elfmeter sorgte für viele Proteste

SVU I 1982-83

Der SVU in der Landesliga-Saison 1982-83.

Stehend von links: Fußballobmann Werner Wolff, Otmar Maur, Gerd Kalter, Peter Naunheim, Matthias Reif, Walter Haag, Peter Haag, Manfred Haag, Karl-Heinz Ostkamp, Manfred Rätz, Trainer Manfred Taubenmann. Unten von links: Bernhard Naunheim, Fredy Mohr, Egbert Neuert, Rainer Schwab, Gerd Haag, Marco Merz, Werner Merkenich, Achim Matzelt, Hermann Maur. Auf der Torlatte sitzen: Heinrich Naunheim und Norbert Simonis.Vor genau 20 Jahren startete die erste Fußballmannschaft des SVU in eine sehr erfolgreiche Saison und belegte am Ende einen hervorragenden zweiten Platz in ihrer zweiten Landesliga-Saison.

Grund zum Optimismus gab es schon vor der neuen Spielzeit. Erstens wurde nach einer starken ersten Landesliga-Saison ein hervorragender vierter Platz erreicht, zweitens wurden keine Abgänge verzeichnet und drittens kam ein Koberner Eigengewächs nach langen Jahren zu seinem Heimatverein zurück. Gerd Kalter, der unter anderem für die Spfr. Eisbachtal und TuS Neuendorf spielte, kam von der Spvgg Wirges wieder zum SV Untermosel und sollte das Offensivspiel mit seinen gefährlichen Flankenläufen beleben.

Der SV Untermosel ging somit als Mitfavorit in diese neue Runde und konnte am Ende auch die Erwartungen voll erfüllen. Dabei lieferte sich die junge Truppe von Trainer Manfred Taubenmann ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Lokalrivalen FC Metternich um die Meisterschaft. Zum Schluss dieser Saison sollte dann noch der BSC Güls ein gewichtiges Wort mitreden.

Unvergessen bleibt das Spitzenspiel im Rückspiel gegen den FC Metternich im Koberner Spreen. Vor über 1.000 Zuschauern führte der SVU mit Windunterstützung zur Pause mit 2:0-Toren. Nach dem Wechsel jedoch wurde Metternich immer stärker und gewann am Ende doch noch mit 3:2. Die Tabellenführung war somit für den SVU vertan worden.

Szene aus dem Spitzenspiel gegen den FC Metternich. Manfred Haag bei einer Kopfballverlängerung.

Drei Wochen später sorgte ein wiederholter Elfmeter gegen den SVU im Spiel bei der Reserve der Trierer Eintracht, dass mit 2:3 verloren wurde, für einen Skandal. Ausgangspunkt für den Protest des SVU nach dem Spiel in Trier waren ein angeblicher Regelverstoß des Schiedsrichters bei dieser Elfmeter-Entscheidung und die schlechten Platzverhältnisse. In der 62. Minute verhängte der Schiedsrichter einen Foulelfmeter gegen den SVU. Torwart Gerd Haag hielt den Ball, doch der „Mann in Schwarz" ließ den Strafstoß wiederholen, weil ein SVU-Spieler während der Ausführung einen Zischlaut von sich gegeben habe. Diese Entscheidung erschien der Verbands-Spruchkammer so fragwürdig, dass sie das Spiel wiederholen ließ. Das Wiederholungsspiel gewann der SVU mit 2:1.

Spielszene aus dem Spiel gegen den SV Krettnach, dass der SVU mit 2:0 gewinnen konnte.Ein Fehlurteil nannte dann der Vorsitzende des Verbandsgerichts die Entscheidung der Spruchkammer. Nach dem Wiederholungsspiel beantragte der SV Krettnach ein Wiederaufnahmeverfahren. Diesem Antrag schloss sich der BSC Güls drei Wochen später ebenfalls an, da er noch Chancen besaß, den zweiten Tabellenplatz zu erreichen, um somit an den Relegationsspielen zur Verbandsliga teilnehmen zu können.

Fußball wurde auch noch gespielt. Im letzten Saisonspiel wurde der TuS Argenthal mit 1:0 besiegt. Torschütze fünf Minuten vor Spielende war Manfred Taubenmann, der sich kurz zuvor selbst einwechselte. Da der BSC Güls an diesem Spieltag nur zu einem Unentschieden kam, sah die Endtabelle nun folgendermaßen aus.

Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga war der FC Metternich. Zweiter mit 70:45 Toren und 44-16-Punkten wurde der SVU mit zwei Punkten Vorsprung auf den Dritten BSC Güls. Doch da war doch noch etwas. Der Verbandsvorstand beschloss den „Fall Trier" nach dem Protest des BSC Güls vom Verbandsgericht noch einmal beraten zu lassen. Der Vorstand stützte sich dabei auf ein Gutachten des Schiedsrichter-Ausschusses, der sich gegen das Urteil der Spruchkammer wandte. Nach nochmaliger Verhandlung gab das Verbandsgericht dem Schiri recht und bewertete die Wiederholung des Elfmeters als gerechtfertigte Tatsachen-Entscheidung des Schiris.

Dem SVU wurden die zwei Punkte aus dem gewonnenen Wiederholungsspiel wieder abgezogen und war somit punktgleich mit dem BSC Güls. Ein Entscheidungsspiel um Platz zwei wurde nun auf neutralem Platz fällig. Was bleibt da noch zu erwähnen? „Der Schiri hat (fast) immer recht".

Aber eigentlich war das angebliche Fehlurteil des Verbandsgerichts gegen den SVU im Nachhinein ja gar nicht so schlecht gewesen, denn so kam es zu einem Spiel, dass als wohl das beste Spiel einer SVU-Mannschaft noch heute bezeichnet wird. Der BSC Güls wurde in Winningen vor einer gewaltigen Zuschauerkulisse mit 7:2-Toren geschlagen. Über dieses denkwürdige Spiel und die anschließenden Aufstiegsspiele gegen den VfL Bad Ems berichten wir in der nächsten Ausgabe.

Schlammschlacht im Spiel gegen den FC Traben-Trarbach (Endstand 2:2). Otmar Maur, Norbert Simonis, Walter Haag und Gerd Kalter beobachten die Abwehraktion eines Traben-Trarbachers Spielers.

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